Wir über uns.

 

Wir über uns

Unsere Organisationsform: Zusammenarbeit über Projektteams

 

Durch unsere langjährige Netzwerkarbeit haben wir Kontakt zu Teamern mit vielen unterschiedlichen Fähigkeiten und Spezialausbildungen. Aus diesem Netzwerk formen wir unsere Projektteams, mal nur aus 2-3 Mann mal bis zu 15 Mann hoch. Projektplanung und Abstimmung geschieht über das Internet in geschlossenen Projektforen. Damit gewährleisten wir dass wir die Projekte mit einer optimalen Mannschaft den Projektort durchsuchen oder das Suchobjekt lokalisieren können. 


Bei einem interessanten Suchansatz sind wir gerne bereit die Zusammenarbeit auf feste Füsse zu stellen. Dazu gehört unserer Meinung nach dass man sich persönlich kennen lernt, eine vertragliche Basis schafft und das Projekt in zeitoffener Form plant. Unserer Erfahrung nach dauern alle Projekte länger als ursprünglich geplant wurde.

 

Wenn Sie eine interessante und tragfähige Schatzgeschichte kennen und einen verlässlichen Partner suchen nehmen Sie, für eine Projektzusammenarbeit in unserer Gruppe, bitte mit Jürgen, Tel: +049(0)176 56949474, Kontakt auf. Gemeinsam prüfen wir den Hintergrund, erarbeiten dann einen Suchvorschlag und planen die Projektarbeit. Die Projektteilnehmer bringen sich, je nach Interessengebiet und ihren Fähigkeiten, in die Projekte ein, führen Suchtouren durch und recherchieren bei Bedarf. 


Abhängig von der Projektthematik finden sich die Gruppen auch bundesweit oder manchmal sogar europaweit zusammen und führen Projektwochen oder -wochenenden, als Such- oder Rechercheeinsätze vor Ort, durch.

 

Aus unserem Technikpool stellen wir die notwendige Suchtechnik für den Sucheinsatz zusammen. Verschiedene Suchsysteme vom VLF, über Pulsinduktion bis zum Magnetometer. Von der Spiderspule bis zur Grossschleife. Für den Land oder Wassereinsatz. Von Endoskopen über Wärmebildkameras und UV Kanonen bis hin zu Tauchkameras. 


Darüberhinaus begleiten einige der renomiertesten Schatzsucher und Sondengeher unsere Projekte mit Rat und Tat. Auch Heimatkundler aus der Region beteiligen sich intensiv und sind wertvolle Tippgeber und Wissensträger.


Weitere Infos gerne auch telefonisch unter 0176-56949474.


Zur Veranschaulichung 


unserer Vorgehensweise:



"Der Pragtransport"


"Jetzt muss der schon wieder Eine rauchen", flüstert Andy. "Wenn der so weiter macht, schaffen wir das Pensum nie." Jürgen zuckt mit den Schultern und seufzt: "Kettenraucher, man kann es sich nicht raussuchen." 


Seine Gedanken schweifen zurück. Nach seinem Vortrag "Reichsbankgold" in einem Heimatverein kamen zwei konspirativ wirkende, ältere Herren auf ihn zu und erzählten eine unglaubliche Geschichte. Einer davon war der Kettenraucher. Dieser stellte sich als Sohn eines der Wächter der Goldverstecke der Reichsbank am Walchensee vor. 

Von den legendären Wächtern hatten wir schon gehört, die Geschichte aber bisher als Latrinenparole abgetan. Der Sohn erzählte, sein Vater wäre in Prag als Kriegsverwerter einem Devisenschutzkommando zugeteilt gewesen und bei Kriegsende mit einer Ladung Wertgegenstände in den Süden geflohen Dort hätte er seinen alten Kriegskameraden, der zwischenzeitlich Oberst geworden war, getroffen und dieser habe ihm den Auftrag erteilt, einige Verstecke, auch über das absehbare Kriegsende hinaus, zu bewachen. 

"Mein Vater war überzeugter Nazi und dem Diensteid zeitlebens verpflichtet", berichtete der Sohn weiter und so begann eine lange Folge jährlicher Urlaube am Walchensee, während denen immer wieder die gleichen Touren mit Hilfe einer Karte gemacht wurden. 

Und an exakt den gleichen Stellen entschwand jedes Mal der Vater zu einer Pinkelpause im Wald. Nach den Ferien schrieb der Vater Briefe nach Argentinien à la "Tante Herta ist tot", "Onkel Alfred geht es gut" und so weiter. Alles angebliche Verwandte, die der Sohn nicht kannte. 


Erst Jahrzehnte nach den Urlauben wurde dem Sohn bewusst, dass der Vater Verstecke bewachte und die Briefe Zustandsbeschreibungen der Verstecke waren. Das Dumme nur - der Vater war verstorben und die Karte verschwunden.


Nun suchten die beiden einen Partner für eine Schatzsuche.


Ein wenig skeptisch, denn die Geschichte war fast zu schön um wahr zu sein, entwarfen wir einen Such- und Fundteilungsvertrag. Darin wurde die Methodik der Suche sowie Verwertung und Aufteilung möglicher Funde geregelt. Es wurden weiterhin Kostenaufteilungen vereinbart, Abstimmungsmodi bei Unstimmigkeiten festgelegt, mediale Verwertungsrechte zugeordnet, Suchtermine bestimmt und vieles mehr besprochen, diskutiert und geregelt. Nach ein paar Verhandlungswochen wurden die Verträge unterzeichnet.


Aus diesem Grund standen wir nun neben dem Kettenraucher und liefen die Wanderwege auf alten Karten ab. Immer in der Hoffnung, der Sohn würde einen der Pinkelplätze des Vaters nach 45 Jahren wieder erkennen. Und tatsächlich, an einem Marterl blieb der Sohn stehen und war sich sicher: "Hier ging Vater ins Gebüsch." Endlich ein Anhaltspunkt. Drei Wochen später hatten wir eine Suchwoche organisiert. 


Mit Hilfe unserer Geländewagen wurde ein Basislager an einen Bach im Suchgebiet errichtet. Die Übernachtung vor Ort ersparte uns den stundenlangen Weg zu Fuss zum Suchgebiet und ermöglichte auch die Suche bis in die Nacht hinein.  Am nächsten Tag begann die Suche rund um den möglichen Weg des Vaters. Der Sohn erinnerte sich glücklicherweise daran dass der Vater ca. eine viertel Stunde weggeblieben war. So durchsuchten wir in einem Suchradius bis 10 Minuten fussläufige Entfernung den dichten Wald. 


Schon am zweiten Tag zeigte einer unserer MDen Silber an und peu à peu gruben wir Silbergeschirr aus. Vorlegeplatten, Silberbesteck, Milchkännchen und Zuckerdosen, ein Silberkreuz und als klarsten Hinweis auf Nazi-Relikte, den Dochthalter eines Öllämpchens aus einer Synagoge. Alles verstreut um ein zentrales Loch in dem noch die zerbrochenen Reste einer Schaufel steckten. Augenscheinlich ein geleertes Versteckes. Die Funde waren allesamt platt gehämmert und zum Einschmelzen vorbereitet. Genau wie es in den Devisenschutzkommandos mit beschlagnahmten Edelmetallen üblich war. Warum noch einige Silbergegenstände rund um das Depot vorhanden waren konnten wir uns nur damit erklären, dass die Transportkapazitäten nicht ausreichten oder damals doch Höherwertiges abtransportiert würde.


Sämtliche restlichen Vorbehalte gegenüber der Geschichte des Kettenrauchers waren weggefegt.


Und so laufen wir weiter mit dem qualmenden Sohn die alten Wege ab, in der Hoffnung, er wird ein zweites Pinkelplätzchen identifizieren. Und hoffen, dass bald nicht nur er sondern auch unsere Grabemesser qualmen werden.

    

 

Jürgen Proske, Dipl. Betriebswirt, ist ein typisches Beispiel für eine Sondengeherkarriere. Er meint dazu:


Vor 20 Jahren packte mich die Sondengeherleidenschaft, als mir, wie vielen Schatzsuchern, die Bücher von Reinhold Ostler in die Hände fielen.  Damals war ich beruflich ich in der Nähe von Leipzig tätig und wir erforschten die Muldenübergänge im Bereich der Völkerschlacht und tauchten in den, über die lange Zeit wenig besuchten Flüssen der ehemaligen DDR. Auch suchte ich zusammen mit Antiquaren in Häusern und Gebäuden.

 

Die Faszination der örtlichen Historie und der alten Reichsbankgoldgeschichten fing mich 2006, nach meiner Rückkehr nach Garmisch-Partenkirchen, wieder ein und es wurden wechselnde Suchergruppen gegründet. In den Gruppen hat jeder seinen Aufgabenbereich. Ich kümmere mich um die Organisation, Ausrüstung, Informationsbeschaffung und die Suchtourenplanung.

 

Mein Motto: Sondengehen verbindet alles was mich begeistert: Abwechslungsreiche Naturerlebnisse, körperliche Herausforderung, das Gruppenerlebnis, der Reiz der Jagd, und die Freude an den Sucherfolgen.

 

Und glücklicherweise oftmals dort wo es am schönsten ist: In den bayerischen Bergen und rund um den Walchensee.

 

Von den zehn Suchgeräten die ich inzwischen besitze schwenke ich am liebsten den XP Deus , obwohl mir der Minelab Explorer durch seine jahrelange Begleitung auf den Suchtouren auch an das Herz gewachsen ist.


Jedoch sind die Sonden die meiste Zeit nicht vor Ort  sondern deutschlandweit bei verschiedenen Projekten im Einsatz.


In den zwanzig Jahren in denen ich jetzt suche hat sich ein veritabler kleiner Querschnitt durch die Geschichte angesammelt. Von keltischen und römischen Funden angefangen, über das Mittelalter bis zu den Irrungen und Wirrungen der Neuzeit haben die Menschen den Boden mit Artefakten gefüllt. Es wird verloren,  versteckt, vergessen und vergraben. Wertvolles und Wertloses. Schönes und Hässliches. Gefährliches und Harmloses. Aber fast immer: Interessantes. Und so landen wir nach einer Suche meistens weit weg von den ursprünglichen Fragen und oftmals haben sich neue Rätsel aufgetan.